Kay Leutner I Die Wende zum Bild ?!
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Seit 1994 engagiere ich mich beruflich in den unterschiedlichsten Institutionen des sozialen Bereichs. Diesen Prozess habe ich immer auch als Soziale Kunst im Beuysschen Sinne verstanden. Mittlerweile gestalten sich die Übergänge der verschieden Arbeitsschwerpunkte fließend aus dem jeweiligen Kontext indem sie sich realisieren. Allen gemeinsam ist der Versuch nachhaltige Veränderungs- bzw. Bewusstseinsprozesse anzustoßen oder festgefahrene Sichtweisen zu lockern.
Neben dem Studium der Kunsttherapie/-pädagogik an der Fachhochschule Ottersberg im Studiengang Bildende Kunst mit dem Schwerpunkt Malerei bei Prof. Michael Kohr, absolvierte ich eine pädagogische Weiterbildung im Fach Kunstgeschichte am Friedrich von Schiller Institut, Ottersberg. Ich lebe und arbeite in Bremen-Nord.
Es ist mir ein Anliegen, die praktische Auseinandersetzung mit Kunst als einem Ort lebendiger Erfahrung von Welt als Impression zu vermitteln, die durch den Menschen zur Expression wird. Dabei erlebe ich Farbe und Form nicht allein als Mittel zur Illustration eine gegenständliche Welt abzubilden, sondern verweise auf deren Eigenleben voller innerer Kraft und Klang. Die Reduktion der ästhetischen Mittel ermöglicht in Verbindung mit dem kontinuierlichen Prozess des Anschauens eine Befreiung des Sehens.
Wenn Malerei von der Darstellung des Gegenständlichen befreit wird, erweitert sie sich hin zur Erforschung der künstlerischen Mittel an sich.
Farbe begreife ich als Thema und Inhalt des Bildes und unternehme den Versuch, das Wesenhafte der Farbe möglichst unverstellt zur Entfaltung zu bringen. Die Farbe von der Schwere der Dinge zu befreien und ihr eine Gestaltung abzulauschen, die in ihrer sinnlichen Präsenz, dem Betrachter eine Ahnung ihrer ureigensten Natur sinnlich nachvollziehen lässt, ohne mich aus den Bildern herauszumalen, ist der Beitrag den meine Malerei zu leisten versucht.
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